Übertragungswege

Wie kommt es zu einer Ansteckung mit HIV?

Zu einer Infektion mit HIV kann es nur kommen, wenn eine Körperflüssigkeit, die genügend HI-Viren enthält , durch eine sog. Eintrittspforte in die Blutbahn gelangt.

     

Welche Körperflüssigkeiten enthalten genügend HI-Viren für eine Ansteckung?

  1. Blut, auch Menstruationsblut
  2. Samenflüssigkeit (nicht die Samenzellen, sondern die Flüssigkeit)
  3. Scheidenflüssigkeit
  4. Muttermilch

Andere Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Urin oder Tränenflüssigkeit sind nicht ansteckend!

   

Mögliche Eintrittspforten sind:

  1. frische, offene Wunden
  2. Schleimhaut (Mastdarm, Scheide, Penisspitze, Mund, Nase und Bindehaut des Auges)

   

Übertragungswege sind:

  1. ungeschützter Anal- und Vaginalverkehr
  2. Samenflüssigkeit im Mund
  3. Spritzentausch bei intravenösem Drogengebrauch
  4. Übertragung von Mutter auf Kind (vor und während der Geburt oder durch Stillen)

Das normale tägliche Miteinander (einschließlich Benutzen einer gemeinsamen Toilette oder Trinken aus demselben Glas) führt zu keiner Übertragung .

Die höchste Virenkonzentration ist im Blut (auch Menstruationsblut) und in der Samenflüssigkeit. Wenn diese infizierten Körperflüssigkeiten auf Schleimhaut oder gar eine offene Wunde treffen, ist das Risiko einer Infektion am höchsten. Die Wahrscheinlichkeit hängt eng mit der Viruslast zusammen. Eine höhere Viruslast bedeutet auch eine höhere Infektiosität. Durch Geschlechtskrankheiten und Entzündungen ist die natürliche Haut- und Schleimhautbarriere vermindert, wodurch das Risiko einer HIV Infektion steigt.

     

Unsere Berater*innen helfen Ihnen gerne bei der Einschätzung, ob eine Situation ein Risiko-Kontakt war und somit ein HIV-Test sinnvoll ist!

Informationen zur Beratung hier .

AIDS-Hilfe Steiermark